Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) positioniert sich gegen regulatorische Einschränkungen beim Ausbau erneuerbarer Energien. Die Kritik betrifft insbesondere geplante Maßnahmen der Bundesregierung, die den jährlich benötigten PV-Ausbau von 20 Gigawatt gefährden könnten. Für Handelsentscheider mit Immobilienportfolios ergeben sich hier strategische Implikationen.
Mieterstrommodelle bieten laut ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx ungenutztes Potenzial für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien. Die bürokratischen und technischen Hürden sind jedoch für Gebäudeeigentümer zu hoch; einfache Abrechnungslösungen und steuerliche Entlastungen wären notwendige Hebel. Für Handelsunternehmen mit eigenen Immobilien eröffnet dies eine zusätzliche Ertragsquelle bei gleichzeitiger Senkung der Energiekosten.
Der Netzausbau und die Einführung von Smart-Metern sind laut Verband unverzichtbar für die Energiewende. Ohne moderne Infrastruktur scheitert die Integration erneuerbarer Energien an veralteten Strukturen. Für Handelsentscheider bedeutet dies: Investitionen in PV-Anlagen auf eigenen Dächern müssen mit der Netzinfrastruktur synchronisiert werden.
Die Taskforce Gebäudetechnik, der auch der ZVDH angehört, hat offene Fragen zum Gebäude-Modernisierungsgesetz (GMG) formuliert. Die Verfügbarkeit von Grüngas und die Förderkulisse nach 2029 bleiben unklar. Für Handelsimmobilien ergeben sich hier Planungsunsicherheiten bei energetischen Sanierungen.
(Bildrechte: Photo Herzmann)