Eine PV-Anlage muss nicht zwangsläufig aus Eigenkapital bezahlt werden. Die SunSpace Solar GmbH aus Bremen bewirbt ein Modell, bei dem die monatliche Finanzierungsrate unterhalb des bisherigen Stromabschlags liegt. Geprüft wird das pro Haushalt – an ein pauschales Sparversprechen glaubt das Unternehmen selbst nicht.
Die Rechnung dahinter ist simpel: Wer Monat für Monat mehrere Hundert Euro an den Energieversorger überweist, trägt einen festen Kostenblock in der Haushaltsrechnung. Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage kostet nach Angaben des Unternehmens 15.000 bis 30.000 Euro aus eigener Tasche. Statt diesen fünfstelligen Betrag auf einen Schlag zu stemmen, finanziert SunSpace die Anlage über 25 Jahre – mit dem Geld der Bank, nicht des Kunden.
„Wir arbeiten in diesem Modell mit dem Geld der Bank, statt das Eigenkapital des Kunden für die Anlage einzusetzen“, erklärt Silvan Bösche. Ob die Solarrate dabei unter dem bisherigen Stromabschlag liegt, hängt von mehreren Faktoren ab: Stromverbrauch, Dachfläche, möglicher Modulbelegung, Speichergröße und den Finanzierungskosten. Entscheidend bleibt, wie viel Strom der Haushalt weiterhin aus dem Netz beziehen muss.
Die entscheidende Frage verschiebt sich damit. Nicht der Preis der Anlage ist der Maßstab, sondern der Vergleich mit den Kosten, die ohnehin monatlich anfallen. „Am Ende zählt für den Kunden, ob seine monatliche Belastung tatsächlich sinkt“, sagt Marcel Harms von SunSpace. Je höher der Verbrauch, desto größer das Potenzial, den Netzbezug durch eigenen Solarstrom zu ersetzen – ein hoher Abschlag ist hier die Grundvoraussetzung für eine lohnende Rechnung.
Aus einzelnen Komponenten soll ein auf den Haushalt zugeschnittenes System entstehen. SunSpace arbeitet herstellerunabhängig und kombiniert Module, Speicher und – bei Bedarf – Wärmepumpe, dynamische Stromtarife und ein eigenes Management-System, das Speicherladung und Einspeisung koordiniert. Der Pragmatismus hat Methode: „Ein günstiges Angebot kann am Ende teuer sein, wenn Speicher, Anlage und Verbrauch nicht zueinanderpassen“, so Harms.
Bis zur Umsetzung vergehen laut Unternehmen durchschnittlich 38 Tage zwischen Kundenentscheidung und Montage. Vor Ort prüft ein Techniker Dach, Elektrik und Modulbelegung. Für wen sich das Modell rechnet, klärt sich im Einzelfall – ein seriöses Unternehmen verkauft hier keine Garantie, sondern eine Berechnung.
(Bildrechte: SunSpace Solar GmbH)