Strompreis-Lotterie: Thüringen-Haushalte zahlen bis zu 1.140 Euro mehr als Bayern

Eine neue Analyse des Verbraucherportals StromAuskunft.de zeigt: Wer in der Grundversorgung bleibt, zahlt je nach Wohnort bis zu 1.140 Euro mehr pro Jahr für Strom. Die Studie basiert auf einem Modellhaushalt mit 3.500 Kilowattstunden Verbrauch und erfasst 6.355 Städte und Gemeinden.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In der Grundversorgung kostet Strom im bundesweiten Durchschnitt 1.414 Euro jährlich. Doch die Spannweite ist enorm. Während Haushalte im bayerischen Stockstadt am Main nur 1.052 Euro zahlen, müssen Verbraucher im baden-württembergischen Eberbach 2.195 Euro aufbringen. Das ist mehr als das Doppelte.

Besonders auffällig: 47 der 50 teuersten Stromregionen Deutschlands liegen in Thüringen. Die regionale Konzentration zeigt, dass die Preisgestaltung der lokalen Grundversorger stark variiert. Weitere teure Regionen finden sich in Sachsen und Baden-Württemberg.

Die gute Nachricht: Der freie Markt bietet deutlich günstigere Alternativen. Der günstigste Anbieter außerhalb der Grundversorgung kostet im Schnitt nur 854 Euro pro Jahr. Ein Wechsel spart durchschnittlich 561 Euro – in Extremfällen sogar über 1.100 Euro. Dr. Jörg Heidjann von StromAuskunft.de betont: ‚Viele Haushalte könnten mehrere hundert Euro pro Jahr sparen, wenn sie ihren Stromanbieter wechseln.‘

Die Studie unterstreicht, was Verbraucherschützer seit Jahren sagen: Die Grundversorgung ist meist der teuerste Tarif. Wer regelmäßig vergleicht und wechselt, kann erhebliche Beträge sparen. StromAuskunft.de wurde von der Stiftung Warentest (Finanztest 09/2025) als Spitzenreiter bei kostenlosen Wechselservices ausgezeichnet.

(Bildrechte: StromAuskunft.de)