Die Elektromobilität in Deutschland erreicht neue Meilensteine: Fast zwei Millionen rein elektrische Pkw sind mittlerweile auf unseren Straßen unterwegs. Erstmals wurden auch über 100.000 vollelektrische Lkw und Transporter zugelassen. Diese Entwicklung zeigt, dass E-Fahrzeuge längst keine Nische mehr sind, sondern sich im Alltag etablieren.
Die positiven Auswirkungen auf den Klimaschutz sind bereits messbar. Allein durch den elektrischen Straßengüterverkehr werden jährlich über 1,2 Millionen Tonnen CO2 eingespart – und das bei einem Anteil elektrischer Nutzfahrzeuge von erst 2,6 Prozent. Die heute zugelassenen E-Autos sparen rechnerisch sogar 5,2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, wenn sie mit Ökostrom geladen werden.
Besonders interessant für private Haushalte ist die Entwicklung der Ladeinfrastruktur. Mehr als 191.000 öffentliche Ladepunkte stehen mittlerweile zur Verfügung, ergänzt durch hunderttausende private und betriebliche Wallboxen. Über 71 Prozent der E-Auto-Besitzer nutzen regelmäßig eine private Wallbox, was die Bedeutung der heimischen Lademöglichkeit unterstreicht.
Deutschland übertrifft dabei die EU-Vorgaben deutlich: Während die EU-Verordnung 1,3 Kilowatt Ladeleistung pro E-Auto vorsieht, sind hierzulande bereits 4,1 Kilowatt installiert. Diese Entwicklung macht das Laden nicht nur praktischer, sondern reduziert auch die Verweildauer an den Stationen erheblich.
Die wachsende Zahl elektrischer Fahrzeuge zeigt, dass die Energiewende im Verkehrssektor Fahrt aufnimmt. Für private Haushalte bedeutet dies mehr Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum, aber auch die Chance, durch eigene Photovoltaikanlagen und intelligente Ladetarife die Mobilitätskosten zu senken und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
(Bildrechte: E.ON Energie Deutschland GmbH / Fotograf: Alena Zielinski)