Eine aktuelle Studie zeigt, dass trotz bestehender Schutzmaßnahmen mehr als jeder zehnte Deutsche Zweifel an einer stabilen Stromversorgung hat. Die jüngsten Ereignisse wie der Blackout in Berlin haben viele Menschen verunsichert, obwohl die große Mehrheit eigentlich an die Netzstabilität glaubt.
Die gute Nachricht ist, dass sich bereits 58 Prozent der deutschen Haushalte auf Notfälle und Überlastungen vorbereitet haben. Dabei setzen Hausbesitzer vor allem auf technische Lösungen: 22 Prozent nutzen Photovoltaik-Anlagen, 19 Prozent Generatoren und 15 Prozent Heimspeicher. Aber auch Mieter sind gewappnet – über ein Viertel der Bevölkerung (28 Prozent) setzt auf Powerbanks und geladene Akkus, während 23 Prozent Gaskocher für den Notfall bereithalten.
Energieexperten betonen, dass Versorger die Ängste ihrer Kunden ernst nehmen müssen. Transparente Kommunikation und aktiver Kundenkontakt können nicht nur bestehende Kunden beruhigen, sondern auch neue Kunden gewinnen. Die hohe Vorsorgebereitschaft zeigt, dass das Thema Schutz kritischer Infrastruktur in der Bevölkerung angekommen ist.
Interessant ist auch die Einstellung zur künstlichen Intelligenz in der Stromversorgung. Für viele Verbraucher ist KI ein Angstfaktor – über ein Fünftel hat wenig Vertrauen in solche Lösungen, und 12 Prozent würden sogar sofort ihren Vertrag kündigen, wenn KI zur Stromsteuerung eingesetzt würde. Experten raten Energieversorgern daher, transparent zu zeigen, wofür KI genutzt wird und wie mit Daten umgegangen wird, um Vertrauen aufzubauen.
Die repräsentative Studie wurde im November 2025 mit 1.000 Teilnehmern in Deutschland durchgeführt und gibt Einblicke in die aktuelle Stimmungslage der Verbraucher gegenüber ihrer Stromversorgung. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Sicherheit und Zuverlässigkeit für viele Haushalte oberste Priorität haben und sie aktiv Vorsorgemaßnahmen treffen, um für eventuelle Stromausfälle gewappnet zu sein.
(Bildrechte: Simon – Kucher & Partners)