Wer eine Luftwärmepumpe betreibt, kennt das Problem: Genau bei starkem Frost, wenn der Wärmebedarf am größten ist, springt der elektrische Heizstab ein. Ein Durchschnittshaushalt zahlt dafür schnell dreistellige Zusatzbeträge auf der Stromrechnung. Dazu kommt: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt arbeiten die Geräte träge und bringen die Wohnräume nur langsam auf Temperatur.
Die Branche hat dafür eine Antwort parat, und sie heißt Hybridsystem: Wärmepumpe kombiniert mit einem wasserführenden Kamin- oder Pelletofen. Der Ofen liefert an kalten Wintertagen oder abends zusätzliche Heizenergie, entlastet die Wärmepumpe und reduziert den Einsatz des teuren Heizstabes. Entscheidend ist dabei der wasserführende Betrieb: Das Feuer erhitzt über einen Wärmetauscher das Brauchwasser, das in einem Pufferspeicher lagert. Er funktioniert wie eine Wärmebatterie, die das heiße Wasser bei Bedarf an Heizkörper, Fußbodenheizung oder Küche und Bad abgibt. So wird aus einem gemütlichen Wohnzimmerfeuer ein aktiver Beitrag zur Gebäudeheizung.
ORANIER bietet mit dem Polar Neo Aqua einen wasserführenden Kaminofen an. Die schlanke, elliptische Form und die Panoramascheibe sind die optischen Markenzeichen. Käufer wählen zwischen Keramik in Seidenweiß, Paprikarot oder Grappa, Naturstein oder schwarzem Stahl. Selbstschließende Gusstür, großer Aschekasten und Anschluss für externe Luftzufuhr gehören zur Serienausstattung.
Die Kostenfrage bleibt die entscheidende. Der Einbau eines wasserführenden Kaminofens samt Pufferspeicher ist eine vierstellige Investition, die sich nur rechnet, wenn die Heizung tatsächlich regelmäßig über das Feuer läuft. Wer den Ofen nur gelegentlich nutzt, um das Flammenspiel zu genießen, profitiert wirtschaftlich kaum davon. Wer hingegen im Winter ohnehin heizt, kann mit dem Duo den Stromverbrauch der Wärmepumpe messbar senken.
Wer ernsthaft über ein Hybridsystem nachdenkt, sollte sich den „Ratgeber für Hybride Wärme“ von ORANIER anschauen und vor allem ein Gespräch bei einem qualifizierten Ofen- und Kaminbaubetrieb führen. Dort klärt sich auch, ob der Abstand zum Nachbargrundstück, der Schornsteinzustand und die Puffergröße zu den eigenen Gegebenheiten passen. Die Kombination von Wärmepumpe und wasserführendem Ofen ist kein Allheilmittel, aber für Haushalte mit Vorlauf und Pufferplatz eine ernsthafte Option, um die teuren Frostzeiten zu überbrücken.
(Bildrechte: Oranier Heiztechnik GmbH)